Band 13
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Abstracts
Ausgabe 13/14

Schreibforschung gestern und heute – Ein Beitrag zur Schreibförderung

Maryse Nsangou Njikam (Yaoundé/Berlin)

Schreiben spielt in der universitären Lehre traditionell eine wichtige
Rolle. Sein besonderes Potenzial entfaltet sich nicht nur als Prüfungsinstrument,
sondern es ermöglicht auch den Erwerb von disziplinären
Denk- und Handlungsfähigkeiten. Das Ziel des vorliegenden Artikels
besteht darin, die Grundlagen der Schreibforschung im Hinblick auf
die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Schreibprozessforschung
und der Schreibdidaktik darzustellen. Die Wahrnehmung der Komplexität
des Schreibprozesses – insbesondere im afrikanischen Kontext –
soll angeregt werden. Die Möglichkeiten, die dessen Erforschung für
die Auseinandersetzung mit dem akademischen bzw. wissenschaftlichen
Schreiben eröffnet, werden angesprochen.

Digitales Schreiben – Zur Veränderung literaler Praktiken
Katrin Lehnen (Gießen)

Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich Praktiken des Lesens und
Schreibens im Zuge der weitreichenden Digitalisierung fast aller Lebensbereiche
verändern. Zu diesen Veränderungen zählen u.a. neue
Schreib- und Kommunikationsformate wie Facebook, Twitter, SMS,
Whatsapp etc., die insbesondere von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
exzessiv genutzt werden und eigene Schreib- und Lesepraktiken
hervorbringen. Aus didaktischer Sicht erwachsen aus den neuen Formaten
Chancen für den Unterricht an Schulen und Hochschulen. Mit
ihnen lassen sich Lernprozesse teils sehr gut unterstützen. Sie stellen
aber auch eine Herausforderung für Lernsettings dar, insofern bisher
kaum Konzepte einer digitalen Lese- und Schreibdidaktik vorliegen.
Unter der Perspektive eines sich wandelnden Verhältnisses von gesteuerten
institutionellen und informellen selbstgesteuerten Lernprozessen
skizziert der Beitrag ausgewählte Tendenzen medienspezifischer Textproduktion
und diskutiert ihre Implikationen für die Schreibdidaktik.

Wissenschaftliches Schreiben in der Fremdsprache Deutsch außerhalb
des deutschen Kulturraumes: Überlegungen zur Förderung
der Schreibkompetenz im Studium« Etudes Germaniques
» an der Université d’Abomey-Calavi in Benin

Friederike Heinz (Cotonou)

Als Konsequenz der LMD-Reform an der Université d’Abomey-Calavi
wird von den Studierenden der Germanistik zum Abschluss ihres Licence-
Studiums das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit verlangt.
Die Studierenden kommen jedoch während ihres Studiums mit der
Aufgabenstellung Wissenschaftliches Schreiben kaum in Kontakt; vielmehr
werden Kreditpunkte durch das Bearbeiten von Klausuren vergeben.
Nicht verwunderlich sind daher die erheblichen Schwierigkeiten, welche
die Studierenden mit dem Verfassen dieser Arbeiten haben. Doch
wie ist das Erlernen wissenschaftlichen Schreibens in der Fremdsprache
für Studierende außerhalb des deutschen Kulturraumes möglich?
Der Beitrag widmet sich nach der Analyse einer 2015 durchgeführten
Umfrage zu den Schwierigkeiten der Studierenden beim wissenschaftlichen
Schreiben in der L2 und der Zusammenfassung der Besonderheiten
der L2-Textproduktion im Gegensatz zur L1-Textproduktion den
Möglichkeiten der gezielten Einübung und Vorbereitung des Schreibprozesses
unter Berücksichtigung des Curriculums sowie der Studienbedingungen
an der Germanistikabteilung der Université d’Abomey-Calavi.

Zur Förderung von wissenschaftlicher Schreibkompetenz an kamerunischen
Hochschulen – Evaluationsbericht zu Möglichkeiten
und Grenzen des Transfers eines Workshopkonzepts aus Deutschland
Lisa Mauritz (Bielefeld) unter Mitarbeit von Liliane Diffo (Yaoundé)

Studierende, die ihr Studium in der Fremdsprache Deutsch absolvieren,
sind beim akademischen Schreiben oftmals mit besonderen Schwierigkeiten
konfrontiert. Vor diesem Hintergrund wurde 2016 an der Université
de Yaoundé I (UYI) ein Workshop zum wissenschaftlichen
Schreiben durchgeführt, der ursprünglich für internationale Studierende
der Universität Bielefeld konzipiert wurde.
Das Ziel dieses Artikels besteht in einer Reflexion der Workshop-
Durchführung und, damit einhergehend, der Bedarfe und Ressourcen
hinsichtlich der Förderung wissenschaftlicher Schreibkompetenz in
Kamerun.

Briefe, E-Mails und Motivationsschreiben verfassen – Didaktische
Umsetzungen im Germanistikstudium in Kamerun

Anna Zawacki (Dschang)

Die Vermittlung von Schreibfertigkeit ist im Sprachunterricht an einer
afrikanischen Auslandsgermanistik an besondere Herausforderungen
gekoppelt wie große Teilnehmerzahlen, wenige Medien, Distanz zum
Zielland u.a. Diese sollen hier in Bezug auf ein Seminar an der Universität
Dschang erläutert werden. Anhand einer Analyse ausgewählter
Unterrichtssequenzen, der zugehörigen didaktischen Überlegungen
sowie einer Evaluation des Kurses reflektiert dieser Erfahrungsbericht
die eigene Lehre und gibt dem Leser gleichzeitig praktische Ideen für
den eigenen Unterricht mit an die Hand.

Zur Rezeption wissenschaftlicher Texte durch fremdsprachige
Studierende

Silvia Introna (Bielefeld)

Dass der Schreibprozess aus der Wechselwirkung zwischen Rezeptions-,
Reproduktions- und Produktionsprozessen besteht, wurde schon
vor circa zwanzig Jahren von Jakobs (1995: 92) festgestellt. Ihr Textproduktionsmodell
benennt zum ersten Mal gegenüber den vorherigen
Schreibmodellen den Leseprozess als relevanten Subprozess des
Schreibens. Trotz der Relevanz des Lesens im universitären Alltag erstaunt,
dass es bis heute nur vereinzelte Studien gibt, die sich mit der
Erforschung der Rezeption wissenschaftlicher Texte auseinandergesetzt
haben, insbesondere wenn es um fremdsprachige Leserinnen und
Leser geht. Ziel dieses Beitrages ist es, den Forschungsstand zum
fremdsprachlichen wissenschaftlichen Lesen im Studium abzubilden
und insbesondere die Forschungsmethoden darzustellen, die in diesem
Bereich eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden die methodologischen
Entscheidungen und die Erkenntnisse einer Studie zu
Verständnisschwierigkeiten und Bewältigungsstrategien internationaler
Masterstudierender beim Lesen wissenschaftlicher Texte in der Fremdsprache
Deutsch (Introna 2015) präsentiert.

Das „veloziferische“ Zeitalter. Oder: Goethes Aktualität

Joseph Gomsu (Yaoundé)

In der deutschen und afrikanischen Germanistik sowie in der Literaturgeschichte
überhaupt hat der von Goethe geprägte Begriff „Weltliteratur“
eine weitreichende Wirkung gezeigt. Zur Entstehung dieses Begriffs
hat, wie dies aus seinen verschiedenen Äußerungen hervorzugehen
scheint, die Entwicklung von Kommunikations- und Transportmitteln
einen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet. Am Ende des
18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat u.a. die Erfindung der
Dampfmaschine schon zu einer mechanischen Revolution der Geschwindigkeit
geführt; dies hat einen weiteren Globalisierungsschub
nach dem Entdeckungszeitalter ausgelöst und die europäischen Nationen
sowie Länder außerhalb Europas immer mehr aneinandergerückt.
Indem Beitrag wird versucht, einen Zusammenhang zwischen „Weltliteratur“
und „veloziferisch“ als dem anderen von Goethe kreierten Begriff
herzustellen. Beide Termini waren damals ambivalent und bleiben
es auch heute; hinzukommt, dass sie sich in unserem Globalisierungszeitalter
als von brisanter Aktualität erweisen.

„Zu zweit ist man stärker als allein“. Formen interkultureller
Kommunikation und Kooperation in neueren deutschsprachigen
Afrikaromanen

Bertin Nyemb (Yaoundé)

Kompetentes Verhalten im Umgang mit Menschen unterschiedlicher
Traditionen und Wertvorstellungen ist in der globalisierten Welt besonders
gefragt. Der Beitrag geht der Frage nach, wie deutsche Autoren
Kommunikation, Kooperation und Interaktion, die in einen europäisch-
afrikanischen Kontext eingebettet sind, literarisch inszenieren
und welche Erkenntnisse sich für die Gestaltung eines solidarischen
Für- und Miteinanders aus ihren Entwürfen gewinnen lassen. Am Beispiel
von Hermann Schulz‘ Auf dem Strom (2005) und Sigrid Heucks EMails
aus Afrika (2007) soll untersucht werden, welche Konfliktformen
in der Begegnung zwischen Afrikanern und Europäern vorgeführt
werden. Des Weiteren soll dargelegt werden, dass die gewählten Werke
Möglichkeiten einer Annäherung im Zeichen internationaler Solidarität
und gegenseitiger Zuwendung aufzeigen.

Les sources allemandes du litige foncier entre l’État du Cameroun
et les Bakweri : une analyse des discours relatifs au droit sur
les terres de la CDC

Brice Kouakap Ndjeutcham et Esaïe Djomo (Dschang)

Suite au décret présidentiel n° 94 /125 du 14 juillet 1994 portant privatisation
de la Cameroon Development Corporation (CDC), de nombreux
ressortissants bakweri se mobilisent pour revendiquer leur droit
de propriété sur les terres de cette entreprise. Dans leurs écrits, ils font
recours aux sources coloniales allemandes. Qu’est-ce qui a été écrit par
les Bakweri et les Allemands sur les sources allemandes du litige foncier
entre l’État du Cameroun et les Bakweri ? Les chercheurs qui se sont
intéressés au problème foncier bakweri n’ont jusqu’ici procédé qu’à une
analyse synchronique qui ne tient pas compte de la conformité des discours
à l’histoire. Cette contribution montre, à partir d’une approche
diachronique de l’analyse du discours et de la confrontation des discours
aux faits historiques, que le litige foncier qui oppose l’État du
Cameroun aux Bakweri vient du fait que certaines plantations de la
CDC sont situées sur des terres bakweri qui ont été illégalement, arbitrairement
et violemment acquises pendant la période coloniale allemande.
Par ailleurs, elle montre que le discours bakweri et le discours
allemand sont conformes aux faits historiques.

 
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Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 13/14

VORWORT 7
Thematischer Teil 11

SCHREIBFORSCHUNG GESTERN UND HEUTE – EIN BEITRAG ZUR
SCHREIBFÖRDERUNG
MARYSE NSANGOU NJIKAM (YAOUNDÉ/BERLIN)

13
DIGITALES SCHREIBEN - ZUR VERÄNDERUNG LITERALER PRAKTIKEN
KATRIN LEHNEN (GIEßEN)
25
WISSENSCHAFTLICHES SCHREIBEN IN DER FREMDSPRACHE DEUTSCH AUßERHALB DES DEUTSCHEN KULTURRAUMES:
ÜBERLEGUNGEN ZUR FÖRDERUNG DER SCHREIBKOMPETENZIM STUDIUM
« ETUDES GERMANIQUES » AN DER UNIVERSITÉ
D’ABOMEY-CALAVI IN BENIN 
FRIEDERIKE HEINZ (COTONOU)

37
ZUR FÖRDERUNG WISSENSCHAFTLICHER SCHREIBKOMPETENZ AN
KAMERUNISCHEN HOCHSCHULEN – EVALUATIONSBERICHT ZU
MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN EINES WORKSHOPKONZEPTS
LISA MAURITZ (BIELEFELD/ YAOUNDÉ), MITARBEIT: LILIANE DIFFO (YAOUNDÉ)

55
BRIEFE, E-MAILS UND MOTIVATIONSSCHREIBEN VERFASSEN –
DIDAKTISCHE UMSETZUNGEN IM GERMANISTIKSTUDIUM IN
KAMERUN
ANNA ZAWACKI (DSCHANG)

ZUR REZEPTION WISSENSCHAFTLICHER TEXTE DURCH
FREMDSPRACHIGE STUDIERENDE  105
SILVIA INTRONA (BIELEFELD)  105
87




105
Allgemeiner Teil 125
DAS „VELOZIFERISCHE“ ZEITALTER ODER: GOETHES AKTUALITÄT 
JOSEPH GOMSU (YAOUNDÉ)

127
„ZU ZWEIT IST MAN STÄRKER ALS ALLEIN“ FORMEN
INTERKULTURELLER KOMMUNIKATION UND KOOPERATION IN
NEUEREN DEUTSCHSPRACHIGEN AFRIKAROMANEN 
BERTIN NYEMB (YAOUNDÉ) 

LES SOURCES ALLEMANDES DU LITIGE FONCIER ENTRE L’ÉTAT DU
CAMEROUN ET LES BAKWERI : UNE ANALYSE DES DISCOURS
RELATIFS AU DROIT SUR LES TERRES DE LA CDC 
BRICE KOUAKAP NDJEUTCHAM ET ESAÏE DJOMO (DSCHANG) 
135




153

 




Abstracts

Zu den Autorinnen und Autoren

VORANKÜNDIGUNGEN
171

177

183

 
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Vorankündigungen

CALL FOR PAPERS/ APPEL D’ARTICLES

Mont Cameroun
Revue africaine d’études interculturelles sur l’espace germanophone
Afrikanische Zeitschrift für interkulturelle Studien zum deutschsprachigen Raum
sucht Beiträge zu ihrem

Band 15/2019: Germanistik und Deutsch als Fremdsprache im interkulturellen
Diskurs im afrikanischen Kontext – Rückblick und Ausblick

Spätestens seit den 1980er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts und im
Sog einer wachsenden Hinwendung zu kulturspezifischen Aspekten mit
der daraus resultierenden Unterscheidung in Eigenes und Fremdes, in der,
um es mit Gadamer (61990) auszudrücken, das Gelingen von Verstehen
und Verständigung eine „Horizontverschmelzung“ mit sich bringt, hat das
Interesse an zwischenkulturellen Fragestellungen als integriertem Bestandteil
des Lehrens, Lernens und Forschens im Bereich Germanistik und
Deutsch als Fremdsprache sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in der
Auslandsgermanistik an Bedeutung zugenommen. Dies gilt auch für Germanistik
und Deutsch als Fremdsprache an afrikanischen Hochschulen. In
diesem Zusammenhang setzt sich Band 14 von MONT CAMEROUN
zum Ziel, den Standort des Lehrens, Lernens und Forschens von Germanistik
und Deutsch als Fremdsprache im interkulturellen Diskurs innerhalb
des afrikanischen Kontextes zu beleuchten und, darauf basierend, Desiderate
zu nennen, die zugleich Perspektiven für zukünftige Forschungen eröffnen
dürften.

Im Fokus der Betrachtung stehen u.a. die folgenden Aspekte:
Genese der Auseinandersetzung mit interkulturellen Fragestellungen in
Germanistik und Deutsch als Fremdsprache an afrikanischen Hochschulen;
Die interkulturelle Dimension des Lehrens, Lernens und Forschens im Bereich
von Germanistik und Deutsch als Fremdsprache im afrikanischen Kontext;

Konzepte und Methoden interkultureller Forschung in Germanistik und
Deutsch als Fremdsprache an afrikanischen Hochschulen;
Praxisbezug interkultureller Diskussionen im Studium Germanistik und
Deutsch als Fremdsprache in Afrika;
Forschungsdesiderate und Perspektiven interkultureller Auseinandersetzungen
in Germanistik und Deutsch als Fremdsprache an afrikanischen
Hochschulen.

Autorinnen und Autoren sind eingeladen, bis zum 30 Juni 2018 eine Zusammenfassung
des Themas (200 Wörter) und bis zum 15 September
2018 den fertigen Beitrag an die folgenden E-Mail-Adressen einzusenden:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. und Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Hinweise für Autorinnen und Autoren:

Zum Druck werden nur Originalbeiträge angenommen.
Aufsätze und Diskussionsbeiträge sollen einen Umfang von 20 Druckseiten,
Berichte und Rezensionen einen Umfang von fünf Druckseiten nicht
überschreiten.

Die Manuskripte werden mit 30 Zeilen pro Seite, ca. 60 Zeichen pro Zeile,
eineinhalbzeiligem Abstand (1,5) und Schriftgröße 15, Garamond, entweder
als Word-Dokument (Diskette) oder in einem E-Mail-Anhang an eine
der unten angegebenen E-Post-Adressen erbeten. Längere Zitate sind jeweils
1 cm einzurücken. Eine max. zehn Zeilen lange Zusammenfassung
des Beitrages in der Sprache, in der er verfasst wurde, wird ebenfalls erbeten.
Am Schluss des Beitrages steht die volle Anschrift der Autorin bzw.
des Autors mit akademischen Titeln.

Literaturverweise werden im Text in Klammern gesetzt, z. B.: „[…], wie
Götze (2001: 59ff.) formulierte,[…]“, nicht in Fußnoten. Hervorzuhebende
Stellen sind fett zu setzen.

Das Literaturverzeichnis wird am Ende des Beitrages in alphabetischer
Folge der Verfassernamen separat angefügt, z. B.: Helbig, Gerhard (2002).
Linguistische Theorien der Moderne (Germanistische Lehrbuchsammlung
19). Berlin. Mummert, Ingrid/Pommerin, Gabriele (2001). Ansätze
einer kreativitätsorientierten Textanalyse und Textüberarbeitung. In:
Deutsch als Fremdsprache 3, 143-152. Redder, Angelika (2003). Transnationale
Germanistik. In: Stickel, Gerhard (Hg.). Deutsch von außen. Berlin/New York, 274-291.

Die Autorinnen und Autoren erhalten ein Belegexemplar.

 
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Zu den Autorinnen und Autoren
Ausgabe 13/14

Maryse Nsangou Njikam, Dr. phil., studierte Germanistik an der
Universität Yaoundé und Deutsch als Fremdsprache, Anglistik und Erziehungswissenschaft
an der Universität Bielefeld. 1999 Promotion an
der Universität des Saarlandes. Dozentin für deutsche Sprache, Linguistik
und Fremdsprachendidaktik an der Universität von Yaoundé I.
Forschungsschwerpunkte: Fremdsprachenlehr- und -lernforschung,
Spracherwerbsforschung, Fremdsprachendidaktik und Schreibforschung.
Veröffentlichungen: Gedächtniskultur im Vergleich. Eine stilistische
Analyse kamerunischer und deutscher Todesanzeigen. In: Espagne,
Michel/Feuerhahn, Pascal/Simo, David (Hg.) (2014). Afrikanische
Deutschland-Studien und deutsche Afrikanistik. Ein Spiegelbild.
Würzburg, 245-270; Akademisches Schreiben im Germanistikstudium
in Kamerun. Das Beispiel der Deutschabteilung der Universität
Yaoundé I. In: Sonkwé Tayim, Constantin/Ondoa, Hyacinthe/Miguoué,
Jean-Bertrand (Hg.) (2017). Postkoloniale Blickpunkte: Betrachtungen
der Interkulturalität in Literatur, Film und Sprache. Festschrift
für David Simo zum 65. Geburtstag. Leipzig, 247-270.

Katrin Lehnen, seit 2007 Professur für germanistische Sprach- und
Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit 2016 Geschäftsführende
Direktorin des Zentrums für Medien und Interaktivität
(ZMI) an der Universität Gießen. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte:
Wissenschaftliche und berufliche Textproduktion, medienspezifische
Schreibprozesse, Literalität und Bildung. Ausgewählte Publikationen:
Knorr, Dagmar/Lehnen, Katrin/Schindler, Kirsten (Hg.)
(2017). Schreiben im Übergang von Bildungsinstitutionen(Reihe Textproduktion
und Medium). Frankfurt a.M. u.a.; Kooperatives Schreiben.
In: Becker-Mrotzek, Michael/Grabowski, Joachim/Steinhoff, Torsten
(Hg.)(2017). Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik. Münster/
New York, 299-314; Schreiben und neue Medien. In: Baurmann,
Jürgen/Kammler, Clemens/Neumann, Astrid (Hg.) (2017). Handbuch
Deutschunterricht. Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens. Seelze,
96-100.

Friederike Heinz, MA, studierte von 2002-2009 an der Technischen-
Universität Berlin Deutsch als Fremdsprache und Erziehungswissenschaften
sowie an der Humboldt Universität zu Berlin Afrikawissenschaften.
Nach Lehrtätigkeiten in Uganda an der Makerere University
(2005), in Ghana am Ghana Institute of Languages und an der University
of Education Winneba (2009-2010) arbeitete sie als Sprachlehrerin
an mehreren Sprachschulen in Berlin (2011). Am Institut für Internationale
Kommunikation Bayreuth (IIK Bayreuth) war sie von2012-2014
als Projektleiterin für die studienpropädeutischen Sprachkurse sowie für
die Bayreuther Sommeruniversität verantwortlich und lehrte am Sprachenzentrum
der Universität Bayreuth Deutsch als Fremdsprache. Seit
2014 ist sie DAAD-Lektorin an der Université d’Abomey-Calavi (Benin)
und unterrichtet Linguistik und Didaktik.

Lisa Mauritz, MA, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus
(BA) sowie Deutsch als Fremdsprache und Germanistik (MA).
Sie war am Deutschlernzentrum PunktUm der Universität Bielefeld als
Schreibberaterin für internationale Studierende tätig. Später verbrachte
sie ein Jahr als DAAD-Sprachassistentin an der Université de Yaoundé
I in Kamerun, wo sie u. a. ein studentisches Schreibberatungsteam
fortbildete und Workshops zum wissenschaftlichen Schreiben durchführte.
Seit Oktober 2016 arbeitet sie als DAAD-Lektorin an der Kenyatta
University in Nairobi. Zu ihren Hauptveröffentlichungen zählen:
Curricula kenianischer DaF/ Germanistik-Studiengänge und Zukunftsperspektiven
der Studierenden. Eine empirische Annäherung. In:
Mayanja, Shaban/Mauritz, Lisa/Ikobwa, James (Hg.) (2018). „Das
Zentrum bewegt sich“. Aufsätze zur (ost-) afrikanischen Germanistik.
Berlin: Weidler Buchverlag (Veröffentlichung in Vorbereitung); Die
Schreiblernbiographie als Datenerhebungsmethode in einer empirischen
Studie zum kreativen Schreiben in DaF. In: Brinkschulte, Melanie/
Kreitz, David (Hg.) (2017). Qualitative Methoden in der Schreibforschung.
Bielefeld: wbv. S. 121-138; Bourova, Nadeja/ Bünte, Nina/
Henkel, Christiane/ Introna, Silvia/ Makou Tene, Sandrine/Mauritz,
Lisa/ Springhorn, Johanna: Sprache in Texten – (k)ein Problem?
Mündliches Textfeedback für Studierende. In: Knorr, Dagmar/
Krüsemann, Kerstin/ Alagöz-Bakan, Özlem (Hg.) (2016). Akademisches
Schreiben. Hamburg: Universitätskolleg-Schriften. S. 69 –

Anna Zawacki, MA, ist seit 2015 DAAD-Lektorin an der Universität
Dschang (Kamerun) und unterrichtet Germanistik in der Abteilung für
Angewandte Fremdsprachen. Im akademischen Jahr 2014/2015 war sie
DAAD-Sprachassistentin in der Germanistik der Universität Abomey-
Calavi (Benin). Weitere Praxiserfahrungen sammelte sie in Sprachschulen,
Museen, Verlagen und am Goethe-Zentrum Antananarivo (Madagaskar).
Sie war im Master-Studiengang Kulturmanagement (Berlin/Dijon)
und im Bachelor-Studiengang Deutsch-Französische Studi-en (Bonn/Paris)
eingeschrieben. Aufsatz: Eine Frage der Zeit von Alex Capus im DaFUnterricht.
Zum Einsatz postkolonialer Literatur in der afrikanischen
Auslandsgermanistik. In: Carmen Ulrich (Hrsg.): Literatur im Spannungsfeld
zwischen Wissenschaft und Didaktik. Exemplarische Unterrichtsmodelle
für die Hochschule. München: Iudicium 2018, 84-104
[im Druck].

Silvia Introna, MA, absolvierte den BA-Studiengang Interkulturelle
Kommunikation an der Università degli Studi di Bari und den MAStudiengang
Deutsch als Fremdsprache und Germanistik an der Universität
Bielefeld. Während des Masters arbeitete sie bei PunktUm, dem
Deutschlernzentrum der Universität Bielefeld, als Schreibberaterin und
Deutschlehrerin in DaF-Kursen für internationale Studierende sowie
außerhalb der Hochschule in Alphabetisierungs- und DaZ-Kursen für
Einwanderer. Seit April 2016 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an
der Universität Bielefeld und promoviert zum Thema Fremdsprachiges
wissenschaftliches Lesen im Studium.

Joseph Gomsu, Prof. Dr., geboren 1954 in Batié (Kamerun). Nach
dem Studium der Germanistik, Anglistik und « Lettres Modernes » an
den Universitäten Abidjan und Saarbrücken 1982 Promotion an der
Universität Metz mit einer Dissertation über die Rolle der traditionellen
„Chefs“ in Süd-Kamerun während der deutschen Kolonialherrschaft.
1996 Habilitation an der Universität Hannover mit der Studie Wohlfeile
Fernstenliebe? Annäherungsversuche einer westdeutschen Linken an die Dritte
Welt, erschienen in Opladen. Lehrt Germanistik an der École Normale
Supérieure in Yaoundé.

Bertin Nyemb, Dr. phil., Dozent für deutsche Literatur und Sprache
an der École Normale Supérieure in Yaoundé. Studium der Germanistik,
Kommunikationswissenschaften und des Deutschen als Fremdsprache
an der Université de Yaoundé I und der Universität des Saarlandes.
Promotion 2007 an der Universität Bremen zum Thema Interkulturalität
im Werk Thomas Manns. Zum Spannungsverhältnis zwischen Deutschem
und Fremden. Verschiedene Forschungsaufenthalte und Dozenturen
an den Universitäten Bremen, Vechta und Palermo. Lehr- und Forschungsschwerpunkte:
Deutschsprachige Gegenwartsliteratur, Interkulturelle
Literaturwissenschaft und -didaktik. Ausgewählte Veröffentlichungen:
Literatur der Interkulturalität und Kompetenzförderung
(Hg.) (2016), Dschang; Fremdsprachen lehren und lernen in Kamerun
(Hg.) (2017), Hamburg. Laufendes Habilitationsprojekt in Zusammenarbeit
mit Prof. Dr. Markus Fauser (Universität Vechta): Interkulturelles
Bewusstsein im Literaturunterricht fördern. Ansätze für die Germanisten-
und Deutschlehrerausbildung.

Brice Kouakap Ndjeutcham, MA
, est né le 15 Novembre 1981 à
Bazou (Cameroun). Il a étudié la Linguistique, la Littérature et la Civilisation
allemandes à l’Université de Yaoundé I et à l’Université de
Dschang. Il a aussi étudié les Sciences de l’Éducation à l’École Normale
Supérieure de Yaoundé. 2014 Master en civilisation sur le thème
Récurrence des problèmes fonciers du Kamerun : Une étude des discours et contrediscours
sur les droits fonciers des Bakweri (1884-2008). Il prépare actuellement
une thèse de Doctorat/PhD sur les problèmes fonciers du Cameroun
postcolonial.

Esaïe Djomo, Prof. Dr., geb. 1959 in Bangou. Studium der Afrikanistik
und Germanistik bei David Simo 1979-1983. Promotion 1992
in Saarbrücken und Habilitation 2005 in Mannheim. Professor für
deutsche Sprache, Literatur und Kultur an der Universität Dschang.
Veröffentlichungen: „Des Deutschen Feld, es ist die Welt!“. Pangermanismus
in der Literatur des Kaiserreiches, dargestellt am Beispiel der
deutschen Koloniallyrik. Ein Beitrag zur Literatur im historischen Kontext.
St. Ingbert1992; Imperiale Kulturbegegnung als Identitätsstiftungsprozess.
Studien zu Literatur, Kolonialität und Postkolonialität.
St. Ingbert 2011.