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Vorankündigungen

CALL FOR PAPERS/ APPEL D’ARTICLES

Mont Cameroun
Afrikanische Zeitschrift für interkulturelle Studien zum deutschsprachigen
Raum/Revue africaine d’études interculturelles sur l’espace
germanophone sucht Beiträge zu ihrem Band 12:

Literatur der Interkulturalität und Kompetenzförderung.
Konzepte, Ansätze und didaktische Möglichkeiten in der Hochschulpraxis

Im Zuge der Globalisierung, die durch Austausch, Innovation, Mobilität, Kommunikation und Kooperation gekennzeichnet ist, stellt der Erwerb von Kompetenzen und berufsübergreifenden Schlüsselqualifikationen ein hohes Gut für Menschen aus allen Kulturkreisen und Weltgegenden dar. Aus gutem Grund fordern Bildungsexperten und Erziehungswissenschaftler in der immer wieder geführten Diskussion um die Entwicklung von Bildungsstandards eine Ausrichtung der Lehrinhalte und Unterrichtsgestaltung auf eine grundlegende Kompetenzorientierung. So wird nach wie vor fächerübergreifend der Frage nachgegangen, wie sich Kompetenzen effizient fördern und vermitteln lassen. In den unterschiedlichen Fachdisziplinen werden diesbezüglich Konzepte entwickelt, Ansätze erprobt und Modelle erarbeitet. Die Germanistik ist gut beraten, sich dieser interdisziplinären Herausforderung zu stellen.

Eine der Möglichkeiten, die Förderung von Kompetenzen im institutionellen Kontext der Hochschule zielführend voranzutreiben, besteht darin, die „Literatur der Interkulturalität“ (Esselborn) zu durchforsten und ihren interkulturellen Gehalt fruchtbar zu machen. Auch wenn die Germanistik und die Literaturkritik literarischen Texten von Migranten kaum Beachtung schenken, gewinnt diese „Literatur des Dazwischen“, wie sie Wintersteiner bezeichnet, zusehends an Bedeutung. Die Besonderheit der interkulturellen Literatur – eine weitere Bezeichnung, die sich in der einschlägigen Forschung allmählich durchzusetzen scheint – besteht darin, dass sie sich durch „poetische Hybridität“ (Mecklenburg) auszeichnet und einen Vorrat an Denk- und Handlungsweisen, Interaktionsprozessen und Kommunikationssituationen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen inszeniert. Es handelt sich um ein umfangreiches Textkorpus, dessen gründliche Bearbeitung den interkulturellen Diskurs neu beleben und bereichern müsste. Wenn auch eine schier unübersichtliche Zahl von wissenschaftlichen Beiträgen vorliegt, die den Schlüsselbegriffen Interkulturalität, interkulturelles Lernen, interkulturelle Kompetenz gewidmet sind, liefert die Forschung bislang keine verlässliche Antwort auf die Frage, wie die Literatur der Interkulturalität zur Vermittlung von Kompetenzen theoretisch erfasst, inhaltlich-formal erschlossen, didaktisch aufbereitet und in der universitären Lehrpraxis eingesetzt werden kann, ein Desiderat, das die geplante Publikation schließen will. Erbeten werden Beiträge, die dem theoretischen Diskurs gewidmet sind und/oder praktische Lehrkonzepte zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen im Hochschulbereich exemplarisch darlegen. Folgende Fragestellungen können bearbeitet werden:

  • Was macht interkulturelle Literatur aus? Wie lässt sich die sogenannte Literatur der Interkulturalität charakterisieren? Welche terminologische Bezeichnung erscheint im gängigen Diskurs als tragfähig und sinnvoll?
  • Was ist Kompetenz? Worin besteht interkulturelle Handlungskompetenz?
  • Wie lassen sich Kompetenzen durch interkulturelle Literatur vermitteln?
  • Wie lässt sich eine interkulturelle und kompetenzentfaltende Lehre gestalten?
  • Welche Schwierigkeiten können bei der Umsetzung von Lehrkonzepten zur Förderung von Kompetenzen entstehen? Wie lassen sie sich überwinden?
  • Welche (didaktischen) Möglichkeiten und Perspektiven eröffnet die Beschäftigung mit der Literatur der Interkulturalität?

Senden Sie Ihr Beitragsangebot mit Abstract und Kurzbiographie bis zum 1. März 2016 an den Koordinator des Bandes
(Dr. phil. Bertin Nyemb) oder an einen der beiden Herausgeber: Prof. Dr. Albert Gouaffo und PD Dr. Salifou Traoré

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Zum Druck werden nur Originalbeiträge angenommen. Aufsätze und Diskussionsbeiträge sollen einen Umfang von 20 Druckseiten, Berichte und Rezensionen einen Umfang von fünf Druckseiten nicht überschreiten. Die Manuskripte werden mit 30 Zeilen pro Seite, ca. 60 Zeichen pro Zeile, eineinhalbzeiligem Abstand (1,5) und Schriftgröße 15, Garamond, entweder als Word-Dokument (Diskette) oder in einem E-Mail-Anhang an eine der unten angegebenen E-Post-Adressen erbeten. Längere Zitate sind jeweils 1 cm einzurücken. Eine max. zehn Zeilen lange Zusammenfassung des Beitrages in der Sprache, in der er verfasst wurde, wird ebenfalls erbeten. Am Schluss des Beitrages steht die volle Anschrift der Autorin bzw. des Autors mit akademischen Titeln.
Literaturverweise werden im Text in Klammern gesetzt, z. B.: „[...] wie Götze (2001: 59 ff.) formulierte [...]“, nicht in Fußnoten. Hervorzuhebende Stellen sind fett zu setzen.
Das Literaturverzeichnis wird am Ende des Beitrages in alphabetischer Folge der Verfassernamen separat gegeben, z. B.: Helbig, Gerhard (2002). Linguistische Theorien der Moderne. Berlin (Germanistische Lehrbuchsammlung. Band 19). Mummert, Ingrid/Pommerin, Gabriele (2001). Ansätze einer kreativitätsorientierten Textanalyse und Textüberarbeitung. In: Deutsch als Fremdsprache 3, 143-152. Redder, Angelika (2003). Transnationale Germanistik. In: Stickel, Gerhard (Hg.). Deutsch von außen. Berlin/ New York, 274-291.
Die AutorInnen und Autoren erhalten ein Belegexemplar.